Nürnberger Astronomische Gesellschaft e.V. (NAG) - Dachverband für Astronomie in Nürnberg
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Gedenken an Georg Christoph Eimmart und seine Sternwarte

Die Bedeutung der Arbeit von Georg Christoph Eimmart liegt in seinem Bestreben junge Leute an die Astronomie heranzuführen. Zudem öffnete er seine Sternwarte bei besonderen Himmelsereignissen der Bevölkerung, ein Angebot, das gerne angenommen wurde.

 

Gedenksäule

Eimmart-Gedenksäule

Am 25. Mai 2007 übergab die Nürnberger Astronomische Gesellschaft e.V. eine Gedenksäule für Georg Christoph Eimmart und seine Sternwarte an den Freistaat Bayern und die Bürgerschaft der Stadt Nürnberg. Die Säule ist am Ort der ehemaligen Sternwarte, auf der Vestnertorbastei der Nürnberger Kaiserburg errichtet.

Bericht der festlichen Übergabe

Die Hauptelemente der Gedenksäule sind:

  • die Rundsäulen als Hauptkörper
  • der Instrumentenaufbau
  • die Tierkreis-Rosette am Sockel

Die Gedenksäule zeigt viele symbolhafte Anspielungen, die den Bezug zur Astronomie und der Himmelsbeobachtung herstellen. Die Rundsäule steht zusammen mit den oben austretenden Zylindern für die Größenentwicklung von Teleskopen in öffentlichen Sternwarten. Ausgehend von 20 cm der Ära Eimmart, bis hin zu den 60 cm der Hauptsäule, welches dem Spiegeldurchmesser des Hauptgerätes der Nürnberger Regiomontanus-Sternwarte entspricht. Die einzelnen Zylinder sind in einem Winkel von 23,5 Grad zur Horizontalen angeschnitten, was die Schiefe der Ekliptik widerspiegelt. Die Ekliptik wird auch in der stilisierten Armillarsphäre, welche den Instrumentenaufbau krönt, aufgegriffen. Die Armillarsphäre zieht als geozentrisches Weltbild zusammen mit der blauen Glaskugel in der Mitte, die als Symbol für die Erde steht, den Bogen von mittelalterlicher Geozentrik hin zu moderner Weltöffnung. Auch die Tierkreis-Rosette am Sockel der Säule zeigt den Grundgedanken der Säule als Brücke zwischen mittelalterlichem Weltbild hin zur Moderne auf.

Mehr über Eimmart und die Gedenksäule in:
Hans Gaab, Uwe Lemmer, Ekkehard Wagner (Hrsg.): Astronomie auf der Kaiserburg Nürnberg. Europaforum-Verlag, Nürnberg 2007, ISBN 978-3-931070-49-6

Die Nürnberger Astronomische Gesellschaft dankt dem Stifter der Säule Dr.-Ing. Hans L. Hofmann, dem Dekan der Fakultät Werstofftechnik der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, Prof. Dr. Wolfgang Krcmar, und seinen Studierenden. Ferner den nachstehenden Firmen, die maßgebend zur Realisierung beigetragen haben:

  • Pfleiderer-Europoles GmbH & Co. KG.
  • Aufzugswerke M. Schmitt & Sohn GmbH & Co. KG.
  • Staedler Mars GmbH & Co. KG
  • Dachziegel und Klinkerwerk Girnghuber GmbH (GIMA)
  • Christoph Fuch GmbH + Co.

 

Sternwartenmodell

Im Zuge der Verleihung der Verdienstmedaille "BENE MERENTI DE ASTRONOMIA NORIMBERGENSI" am 22. Februar 2006, präsentierte die Nürnberger Astronomische Gesellschaft zum ersten mal ein Modell der Eimmartsternwarte, welches vom Mitglied Marco Nelkenbrecher gefertigt wurde.

Modell der Eimmart-Sternwarte

Das Modell zeigt die Sternwarte um etwa 1740 und orientiert sich in der Darstellung an der Abbildung im "Neuen Himmelsatlas" von Johann Gabriel Doppelmayr sowie den "Nürnbergische Prospecten" von Johann Adam Delsenbach. Details der Geräte stützen sich auf einen Kupferstich, beigebunden Glasers Brief an Martin Knorre von 1691.

Das Modell ist zur Zeit im Kaiserburgmuseum in der Burg Nürnberg, einer Zweigniederlassung des Germanischen Nationalmuseums ausgestellt.

Eimmartsternwartenmodell im Kaiserburgmuseum

Es ist geplant das Modell als dauehafte Leihgabe in der Burg zu zeigen.

 

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